Ängste im Training

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irationale Ängste

Regelmässig erlebe ich im Training während den Partnerübungen schon bei einem kleinen Angriff, wie sofort Ängste beim Gegenüber aufkommen: Angst vor Versagen, Angst vor Überforderung, Angst vor Unzulänglichkeit, Angst vor Kontrollverlust, Angst vor Ablehnung – um nur einige zu nennen.
Und was passiert, wenn solche irrationalen Ängste aufkommen? Wir erzeugen körperliche und geistige Verspannungen und reagieren emotional. In der Regel entwickeln wir diese Ängste durch unser Umfeld und andere äussere Einflüsse. Deshalb haben wir diese Ängste – ohne zu hinterfragen – einfach übernommen. (Ausgeschlossen sind in diesem Fall Urängste und Ängste, die aus Traumata entstanden sind.)
Wenn wir Taiji als Kampfkunst trainieren, können wir lernen, uns diesen Ängsten zu stellen, sie zu akzeptieren und sie mit der Zeit als das wahrzunehmen, was sie wirklich sind: Illusionen. Diese Art von Ängsten haben nichts mit der Realität zu tun. Je mehr wir diese Ängste entlarven und loslassen, desto grösser wird die geistige und körperliche Entspannung und desto mehr finden wir zur Ruhe.
Jegliche Gedanken, ganz stark die irrationalen Angstgedanken, sind lediglich eine Störfrequenz, die unsere innere Stille stört. Die Wahrheit liegt immer in der Stille. Wenn wir uns im Taiji nicht mit der Angst-Thematik auseinandersetzten, werden wir nie eine tiefe Entspannung erreichen und keine wirkliche Ruhe finden. Jegliche kleine Stresssituationen werden zwangsläufig Verspannungen und Wiederstände generieren und eine persönliche Weiterentwicklung ist nicht möglich.
Taiji ist wahrlich ein allumfassendes Werkzeug zur eigenen Kultivierung und Heilung.
In unserem Taiji-Lehrgang, der im August 2020 beginnt, stellen wir uns diesen Ängsten, um zum Kern der inneren Ruhe zu gelangen.